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  Junge Angler wollen Verantwortung  

Wieder vollständig ist die Vorstandschaft des AV Teufental. Unser Bild zeigt von links Wolfgang Barwich, Martin Eitzert, Julien Drägert, Jürgen Kröhl, Michael Meier, Michael Flaig und Jörg Schlenker. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote
Wieder vollständig ist die Vorstandschaft des AV Teufental. Unser Bild zeigt von links Wolfgang Barwich, Martin Eitzert, Julien Drägert, Jürgen Kröhl, Michael Meier, Michael Flaig und Jörg Schlenker. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote


Auf ein erfolgreiches Vereinsjahr blickte der Angelverein Teufental (AV) am vergangenen Freitagabend im Landgasthof "Zum Mohren" zurück.

Niedereschach-Fischbach. Nachdem man jahrelang keinen stellvertretenden Vorsitzenden finden konnte und der verdienstvolle Schriftführer Wolfgang Barwich dieses Amt in Personalunion ausgeübt hat, gab es bei den Neuwahlen gleich doppelt Grund zur Freude. Mit Marco Klausner und Julien Drägert, erklärten sich gleich zwei junge Angler bereit, für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden zu kandidieren. In geheimer Abstimmung wurde dann unter der Wahlleitung von Ortsvorsteher Peter Engesser, Julien Drägert mit 13 Stimmen zum neuen Stellvertreter gewählt. Marco Klausner erhielt zehn Stimmen. Der Vorsitzende Martin Eitzert war begeistert und sagte: "Ich bin stolz darauf, dass zwei so junge Kerle so ein Amt und damit Verantwortung übernehmen wollen". Einstimmig wiedergewählt wurden Schriftführer Wolfgang Barwich und die Gewässerwarte Michael Flaig, Jürgen Kröhl und Michael Meier. Schriftführer Wolfgang Barwich rief in seinem Bericht die durchgeführten Aktivitäten 2018 in Erinnerung. Neben zahlreichen Arbeitseinsätzen rund um den Teufensee und entlang der vom Verein gepachteten Fließgewässer, ging Barwich dabei besonders auf die durchgeführten Vorstandssitzungen, das gemeinsame An- und Abfischen, das traditionelle Fischerfest, den Tageskartenverkauf sowie die Teilnahme am Kinderferienprogramm der Gemeinde sowie die unter der Regie des AV in Fischbach durchgeführte "Landschaftsputzete" ein.

Einen Gewinn mit Blick auf das abgelaufene, sehr erfolgreiche Vereinsjahr und einen guten Kassenstand konnte Kassenchef Jörg Schlenker vermelden. Den guten Kassenstand könne man gebrauchen und der könne sich auch schnell wieder ändern, erklärten in diesem Zusammenhang der Vorsitzende des Anglervereins, Martin Eitzert und der Ehrenvorsitzende des AV, Herbert Schlenker. Schlenker erinnerte daran, wie schnell die Kasse geleert war, als man vor einigen Jahren den von "Schwingen" übersäten See von diesen, dem Wasser den Sauerstoff entziehenden Pflanzen, befreien musste und zudem kostenintensiv und mit schwerem Gerät über 20 000 Kubikmeter Schlamm aus dem zuvor abgelassenen See gebaggert habe. Dadurch sei der See tiefer geworden und deshalb habe man mit dem Teufensee im heißen Sommer 2018 im Gegensatz zu vielen anderen Seen keine Probleme gehabt. Der Vorsitzende Martin Eitzert ging ergänzend zu den Ausführungen von Schriftführer Wolfgang Barwich, auf einige weitere, ihm wichtige "Eckpunkte" ein. Außer einigen kleineren Maßnahmen wie dem Verlegen einiger Erdstromkabel und Wasserleitungen im Bereich des vom Verein betreuten Grillplatzes plane man 2019 keine Investitionen im Bereich des Teufensees. Dankbar zeigte sich Eitzert für die durchgeführten Arbeitseinsätze unter anderem auch bei der Landschaftsputzete bei welcher man vor allem entlang der Fließgewässer sehr viel Unrat eingesammelt habe. "Man glaubt gar nicht, was die Leute alles wegwerfen. Das geht hin bis so persönlichen Dingen wie Kontoauszügen und Tagebüchern", so der Vorsitzende. Damit man bei den Arbeits- und Pflegeeinsätzen am See auch Gehölzschnitte von der Seeseite aus durchführen kann, habe man sich ein Tretboot angeschafft, so eine weitere Information des Vorsitzenden.

Keine größeren Schäden habe bislang ein in der Nähe des Sees angesiedelter Biber angerichtet. Bislang habe der unter Naturschutz stehende Geselle lediglich einige Jungbäume beschädigt.

Froh zeigte sich Eitzert darüber, dass man 2018 keine Kormorane am Teufensee gesichtet habe. Zwei wohl an Altersschwäche verstorbene und am Seeufer aufgefundene Zander, einer davon war einen Meter lang, deuten darauf hin, dass der See für die Angler noch einige Überraschungen zu bieten habe. Man könne sich vorstellen, was die zwei Zander im See alles "angestellt" haben.

Sowohl in den Fließgewässern als auch im Teufensee hat der Verein 2018 viele Besatzmaßnahmen durchgeführt. Obwohl es im Teufensee darum geht, auch die Bedürfnisse der Gastangler, die eine der wichtigsten Einnahmequellen des AV bedeuten, zu befriedigen, hat der Verein einmal mehr darauf geachtet dort ein ganzes "Besatzpaket" mit unterschiedlichen heimischen Fischarten zu verwenden. Man ist davon überzeugt, dass sich dadurch auch ein guter "Bestandsaufbau" erreichen lässt. Auch in den Fließgewässern wurden Besatzmaßnamen durchgeführt.

Zuwachs konnte der Verein, der aktuell 62 Mitglieder zählt, darunter zwei Jugendliche und zehn Passive, bei den Aktiven vermelden. So wurde auf einstimmigen Beschluss der Versammlung mit Eckhardt Weinholz aus dem benachbarten Horgen nach dem erfolgtem Probejahr ein bereits sehr engagierter Angelfreund aufgenommen und mit Steffen Urbanz wird ein weiterer Angelfreund zum Verein stoßen. Er muss jedoch erst noch das übliche Probejahr durchlaufen, ehe in der Hauptversammlung 2020, gemäß der Vereinssatzung, die Neuaufnahme offiziell beschlossen werden kann.

Quelle: Schwarzwälder-Bote, 27.01.2019 - 15:22 Uhr, Albert Bantle
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