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  Stammtisch-Brief ermöglicht Gründung  

Teil des gut besuchten Festbanketts ist ein Sketch am Stammtisch im "Kreuz", der an die Anfänge des Angelvereins erinnert. Foto: Bantle
Teil des gut besuchten Festbanketts ist ein Sketch am Stammtisch im "Kreuz", der an die Anfänge des Angelvereins erinnert. Foto: Bantle


Niedereschach-Fischbach. Bei einem beeindruckenden Festbankett am Samstagabend ist in der gut besuchten Bodenackerhalle mit Worten und Bildern die 40-jährige Erfolgsgeschichte des Angelvereins (AV) "Teufental", im Dienste an der Natur, der Gewässer und der Allgemeinheit, lobend herausgestellt worden.

In die lange Rednerliste reihten sich neben dem AV-Vorsitzenden Martin Eitzert unter anderem Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg, Fischbachs Ortsvorsteher Peter Engesser, Niedereschachs Bürgermeister a.D. Otto Sieber und der Vizepräsident des Landesfischereiverbands Baden, Hans-Dieter Geugelin, ein. Sie alle gratulierten nicht nur mit dankenden Worten, sondern hoben die von den Teufental-Angelfischern in den vergangenen vier Jahrzehnten erbrachten Leistungen rund um den einen Hektar großen Teufensee und entlang der vom AV betreuten neun Kilometer Fließgewässer hervor.

Untermalt mit Bildern aus den vergangenen 40 Jahren stellte der Vorsitzende Martin Eitzert die Vereinschronik vor. Musikalisch umrahmt wurde das Festprogramm vom Musikverein Fischbach unter der Leitung von Martin Pütz sowie den gemeinsam singenden katholischen Kirchenchören aus Fischbach und Kappel, abwechselnd dirigiert von Thomas A. Schneider (Fischbach) und Matthias Faller (Kappel). Geehrt wurden von Manfred Bockhacker die noch lebenden Gründungsmitglieder. Martin Eitzert ehrte zudem seinen verdienstvollen und langjährigen Amtsvorgänger Herbert Schlenker.

Edgar Schlenker, Reinhold Müller, Roland Schlenker, Manfred Stern und Albert Bantle erinnerten in einem Sketch in humorvoller Weise an die Gründung des AV. Stein des Anstoßes war ein damals zu später Stunde am Stammtisch im Gasthaus "Kreuz" in Sinkingen geschriebener Brief, der an die Gemeinde ausging. Die "Stammtischler" wandten sich darin gegen die geplante Verpachtung des noch nicht einmal gebauten Teufensees an eine interessierte Gruppe von Anglern aus Schwenningen und reklamierten den See für die heimische Bevölkerung.

Deutlich wurde, wie viel der AV seinen 21 Gründern verdankt, denn diese mussten pro Kopf 1000 Mark einbringen, damit der See nicht an die auswärtige Anglergemeinschaft verpachtet wurde. Ebenso deutlich wurde, dass es den See ohne die damals von der Gemeinde durchgeführte Flurbereinigung und ohne die Zuschüsse des Landes gar nicht gäbe. Der Dank dafür galt unter anderem dem damaligen Vorsitzenden der Flurbereinigung und beim Bankett anwesenden Bernhard Roth sowie dem Gründungsvorsitzenden Werner Seemann, der trotz angeschlagener Gesundheit zur Freude aller am Bankett teilnahm.

Nach dem offiziellen Teil der Festlichkeiten wurde im Auftrag des Angelvereins, von Mohrenwirt Berthold Weißer - selbst etliche Jahre lang Mitglied des Vorstands -, ein Buffet geboten, das keine Wünsche offenließ. Die Bewirtung übernahm der Jugendclub.

Mit Humor fand Bürgermeister Martin Ragg die richtigen Worte für die Anglerseele: "Ich sehe lauter glückliche Menschen, denn Sie haben sich dieser Freizeitbeschäftigung, ja man muss sagen, dieser Leidenschaft, mit Haut und Haaren verschrieben." Ragg erinnerte an eine alte Volksweisheit: "Willst du eine Stunde lang glücklich sein, dann betrink dich. Willst du drei Tage lang glücklich sein, dann heirate. Willst du das ganze Leben lang glücklich sein, dann werde Angler." Worte, die den Anglern hinuntergingen wie Öl.

Quelle: Schwarzwälder-Bote, 28.09.2015 03:21 Uhr, Albert Bantle
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