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  Vor 32 Jahren: Freude über neuen See  


Ein geschichtsträchtiges Bild sorgt bei der Hauptversammlung des Angelvereins "Teufental" für viel Gesprächsstoff und weckt manche Erinnerungen. Unser Bild zeigt bei der Übergabe des Teufensee Werner Seemann (von links), Wendelin Singler, Dominik Spadinger, Erich Maier, Leo Bantle, Wilhelm Hauser, Otto Sieber, Bernhard Roth, Albert Weißer und rechts sitzend Gustav Raff. Repro: Bantle

Niedereschach (aba) Mit dem Rückzug von Edgar Schlenker aus dem Amt des Kassiers ging beim Angelverein "Teufental" bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Landgasthof "Zum Mohren" ein Ära zu Ende, denn Schlenker ist nicht nur Gründungsmitglied des Angelvereins, sondern war von 1979 bis 1984 auch als Gewässerwart und seit 1985, also 25 Jahre lang, Kassenchef bei den Anglern.

Wegen seiner vielen Verpflichtungen bei den "Schwarzwald-Fegern" hatte Schlenker den Vorsitzenden, Herbert Schlenker, gebeten, sich nach einer geeigneten Nachfolge umzusehen. Der wurde in Oliver Fleig gefunden und einstimmig gewählt. Edgar Schlenker hinterlässt seinem Nachfolger einen "gut bestelltes Haus" und eine gut gefüllte Kasse. Der Vorsitzende des Angelvereins "Teufental", Herbert Schlenker, würdigte nach der Wahl die großen Verdienste von Edgar Schlenker um den Verein, dankte für die geleistete Arbeit und überreichte zum Abschied einen prall gefüllten Geschenkkorb und das Buch "Wunderwelt am Wanderweg" von Siegfried Harr.

Eigentlich, so Herbert Schlenker, hätten er und Edgar Schlenker vor gehabt, gemeinsam aufzuhören. Doch daraus wurde nun nichts, denn Herbert Schlenker hatte sich im Vorfeld der Versammlung überreden lassen, noch einmal als Vorsitzender der Angelfischer zu kandidieren und wurde unter der Wahlleitung von Ortsvorsteher Peter Engesser, ebenso einstimmig wieder gewählt wie die Gewässerwarte Wolfgang Frank, Michael Flaig und Klaus Kohler. Der Vorsitzende der Angler, Herbert Schlenker, erinnerte dabei an die Anfänge der Flurbereinigung, die ersten Überlegungen zur Anlage eines künstlichen Sees im Teufental und die ursprüngliche Absicht, diesen See an einen Schwenninger Angelverein zu verpachten.


Dies alles habe zur Gründung des Angelvereins "Teufental" geführt. Am Stammtisch im Gasthaus Kreuz wurde damals ein Brief an die Gemeinde verfasst, den See nicht nach auswärts, sondern an einheimische Fischer zu verpachten. Dies führte am 8. 8. 1975 zur Gründung des Angelvereins "Teufental". Bis 1978 habe es gedauert, ehe der See übergeben werden konnte. Ein Bild von dieser Übergabe auf dem neben einigen bereits verstorbenen damaligen kommunalpolitischen Entscheidungsträgern auch Bürgermeister Otto Sieber, der Gründungsvorsitzende der Angler, Werner Seemann, und der Vorsitzende der Flurbereinigung, Bernhard Roth, zu sehen sind, war die Attraktion der Hauptversammlung und es wurde lebhaft diskutiert, wer nun wer sei. Vor allem die jüngeren Mitglieder des Vereins oder solche, die noch nicht so lange dabei sind, wussten von dieser schwierigen Gründerzeit überhaupt nichts, als die Mitglieder des Angelvereins von 1975 bis 1978 als "Fischer ohne Wasser" belächelt wurden.

Herbert Schlenker überreichte Sieber einen Gutschein für ein gemeinsames Essen mit Ehefrau Theresia im "Mohren", da er viel für den Verein getan habe, auch wenn die Verhandlungen oft mit harten Bandagen geführt worden seien. Er hoffe, dass man Sieber auch als Pensionär immer wieder bei den Veranstaltungen der Angler sehen werde, so Schlenker. Dies sagte Otto Sieber zu, es verbinde ihn viel mit den Anglern, er komme immer gerne.

Südkurier, 13.01.2010

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